DRK Kita Herscheid

Konzept

Pädagogisches Konzept der DRK- Kindertageseinrichtung Herscheid

In der Kindertageseinrichtung müssen Lebens- und Erziehungsbedingungen den Bedürfnissen von Kindern ab dem vierten Lebensmonat - bis hin zu denen sechsjähriger Kindern entsprechen. Die Kindertageseinrichtung ist ein chancengerechtes Angebot für Kinder dieser Altersstufe aus jedem Herkunftsmilieu.         

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Unsere Kindertageseinrichtung ist eine Einrichtung der DRK-Kinderwelt Altena-Lüdenscheid gGmbH. Der Träger wird vertreten durch Frau Weichert als Geschäftsführerin der gGmbH.

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Wir nehmen Kinder ab dem vierten Lebensmonat in unsere Einrichtung auf und begleiten sie bis zum Schuleintritt. Eltern haben die Möglichkeit 25 Wochenstunden, 35 Wochenstunden oder 45 Wochenstunden für Ihr Kind zu buchen. Die Elternbeiträge werden vom Jugendamt des Märkischen Kreises je nach Einkommen der Eltern festgelegt und sind abhängig von der Stundenbuchung.  Die Eltern können daher auch frei wählen, welche Kindertageseinrichtung ihr Kind besuchen soll.

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Als Fachkraft gilt für den Kindergarten die staatlich anerkannte und geprüfte Erzieherin.

Zurzeit sind bei uns beschäftigt:

12 staatl. anerkannte Erzieherinnen

1 staatl. anerkannte Heilerziehungspflegerin

1 staatl. anerkannte Kindheitspädagogin

1 Hauswirtschafterin

 

Zusätzlich können einmal im Jahr für drei Wochen Schüler oder Schülerinnen der Haupt- oder Realschulen oder der Gymnasien kommen, um einen Einblick in die Tätigkeit zu bekommen.                                                                                                                                

Auch die Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik, die später einmal Erzieherin werden möchten, leisten ihre Praktika im Kindergarten ab. Alle Praktikantinnen werden von uns betreut und angeleitet.

Pflege und Erziehung des Kindes sind natürliches Recht der Eltern und auch ihre Pflicht. Der Erziehungsauftrag der Kindertageseinrichtung ist eigenständig. Er kann nicht immer Rücksicht auf bestimmte Erziehungsmethoden weniger Eltern nehmen (z.B. antiautoritäre Erziehung).

Als Erziehungsträger besitzt die Kindertageseinrichtung außerfamiliäre, nämlich gesellschaftsbezogene Orientierung. Die Mitarbeiterinnen der Einrichtung unterstützen und ergänzen die in der Familie begonnen Erziehung. Sie sind aber auch verpflichtet, darüber hinaus die Kinder auf das Leben vorzubereiten, sie zu Kontaktfreudigkeit, zum Sozialverhalten, zur Anpassung - und Urteilsfähigkeit und zur positiven Lebenseinstellung zu erziehen. Das geschieht spielerisch und durch Förderung.

Wir begleiten die Kinder in Ihrer Entwicklung zum selbständigen und selbstverantwortlichen Menschen als gleichwertige Partner und bieten vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten an, um so den Alltag der Kinder zu bereichern.

Wir schaffen Freiräume für Kinder, um ihre Selbständigkeit zu fördern. Eigenverantwortlichkeit und Freiwilligkeit wird bei uns im alltäglichen Miteinander erlebt und gelebt.

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Pädagogischer Ansatz

Situationsorientiert arbeiten heißt, die Lebenssituation des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Das Kind soll fähig werden seine jetzigen und künftigen Lebenssituationen zu bewältigen.

Die Erzieherin muss genau beobachten und zuhören: Wovon berichten die Kinder, worüber unterhalten sie sich, was bewegt sie, wovor haben sie Angst?

Auch Frühling, Martinsfest und der Neuschnee sind Situationen, die im Kindergarten aufgegriffen werden. Andere wichtige Situationen im Leben der Kinder, die Geburt eines Geschwisters, ein Elternteil wird arbeitslos - werden aufgegriffen und besprochen.

 

Wir stoßen oft auf Alltagssituationen, die auch ohne einen Anlass zu verlangen, in der erzieherischen Arbeit aufgegriffen werden.

z.B.: Mit dem Thema "Straßenverkehr" warten wir nicht so lange bis ein Unfall geschieht, sondern behandeln das Thema ausführlich.

Auch der Fernsehkonsum von Kindern gehört in diese Kategorie. Manche Themen wiederholen sich ständig. z.B.: Neue Kinder in der Gruppe, Kinder gehen in die Schule...

 

Jedes Gruppenteam orientiert sich im Sinne der Kinder nach deren Bedürfnissen, um so die Angebote und Themen zu gestalten.

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Unsere pädagogischen Ziele:

-  den Kindern in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Angenommen seins zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten.

-  den Kindern zu ermöglichen, zunehmend selbständiger und sachkundiger Denken und Handeln zu lernen, soziales Verhalten zu      entwickeln und in der Gruppe mit aufzubauen.

-  ein ganz wichtiges Ziel unserer Arbeit ist es, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen, aufzugreifen und entsprechend in den Alltag mit einzubeziehen.

- integrative Arbeit

- regelmäßige Fortbildungen des Personals

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Gruppengröße

In unserer Kindertageseinrichtung wird viel in Kleingruppen gearbeitet.

Kleinere Gruppen bedeuten nicht weniger Arbeit. Im Gegenteil, die Arbeit mit dem einzelnen Kind kann intensiver geschehen; und fordert auch damit mehr von der Erzieherin. In kleineren Gruppen entfalten sich die Beziehungen der Kinder  untereinander positiver, die Atmosphäre ist weniger konfliktträchtig. Der persönliche Kontakt jedes einzelnen Kindes zur Erzieherin kann intensiver wahrgenommen werden.

Konflikte können eher aufgearbeitet werden, statt unterdrückt. Die individuelle Hilfestellung und Beobachtung durch die Erzieherin braucht nicht auf ein Minimum reduziert zu werden.

 

Gruppenzusammensetzung ( altersgemischte Gruppen )

Jüngere lernen von Erfahrungsvorsprüngen Älterer und werden in Lernerfahrungen der älteren Kinder  miteinbezogen; sie erfahren Anregungen und Ansporn. Die Älteren lernen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Jüngeren verstehen und berücksichtigen; sie erhalten Anlässe, bereits Erlerntes zu wiederholen, indem sie es den Jüngeren erklären. Leistungsunterschiede werden von den Kindern eher als natürlich empfunden. Einzelkinder können "Ersatzgeschwister" verschiedenen Alters erleben. Zurückhaltende Kinder sind dem Druck der Gleichaltrigen nicht in der Weise ausgesetzt, wie in einer altersgleichen Gruppe. Entwicklungsmäßig zurückgebliebene Kinder erleben weniger Frustration, resignieren weniger schnell, bzw. werden weniger schnell aggressiv; werden weniger zum Außenseiter.

Beim Wechsel des Kindergartenjahres bleibt eine Kerngruppe erhalten, die die Gruppenregeln, den Materialgebrauch, die Raumnutzung usw. kennt und an die " Neuen " weitergibt. Die Grundfähigkeiten fürs Lernen kommen in der altersgemischten Gruppe eher zur Entfaltung.

 

Kindergarten als Ort spielerischen Lernens

Der wesentlichste und wichtigste Teil im Kindergarten ist das Spiel. Es ist die wesentlichste Tätigkeit des Kindes im Vorschulalter, weil das Kind im Spiel mit sich selbst, mit anderen und mit seiner sonstigen Umwelt auseinandersetzt. Es macht hier Erfahrungen, die Verhaltensänderungen bewirken können. Das freiwillige Tun ermöglicht eine innere Motivation und schafft damit eine wesentliche Grundbedingung für Lernprozesse. Konkret heißt das: das Kind beschäftigt sich aus Freude am Tun, es braucht von außen nicht dirigiert zu werden.

 

Das Freispiel

Freispiel bedeutet: freie Wahl von Partner und Material. Das Freispiel ist deshalb so sehr von Bedeutung, weil gerade hier das Kind aus einer inneren Motivation heraus sein Tun gestaltet; d.h. gerade die Freude am Spiel ist eine wesentliche Grundbedingung für Lernprozesse. Innerhalb des Freispiels hat das Kind einen größeren Raum, sich in seiner Entscheidungsfreiheit, seiner Kreativität, seiner Ausdauer, seiner Konzentration weiter zu entfalten. Die Lernprozesse innerhalb des Freispiels sind dem kindlichen Entwicklungsniveau angemessen, da sie meist absichtslos und zufällig zustande kommen.

 

Gemeinsames Frühstück

Nach dem Morgenkreis um ca. 9:15 Uhr holen alle Kinder ihre Taschen und dann wird zusammen gefrühstückt. Dies hat den Vorteil, dass „Zusammen frühstücken“ besser schmeckt und die Erzieherinnen auch den Überblick über die Kinder und ihre Frühstücksdosen nicht aus den Augen verliert. Natürlich kann auch vorher gefrühstückt werden, wenn das Kind schon ganz früh da ist. Auch da wird das Kind eigenständig mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen.  

Jeden Donnerstag findet in den Gruppen das "gesunde Frühstück" statt. Eltern bringen die Zutaten mit und die Kinder bereiten das Frühstück zu.

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet das große Frühstücksbüffet im Flur für alle Gruppen statt. Aus jeder Gruppe dürfen dann die Kinder im Flur frühstücken.

 

Regelspiele

- es lernt, sich an Regeln zu halten

- es lernt, eine vorgegebene Spielidee zu übernehmen

- es lernt, zu verlieren und zu gewinnen

- es lernt, Konflikte mit anderen zu lösen

- es lernt, zusammen mit anderen ein Spiel zu Ende zu spielen - hier wird die Ausdauer gefördert.

 

Spiel mit Knete

- die Geschmeidigkeit des Materials fordert Anpassung der Hand

- das Kind lernt durch richtige Handstellung und gezielten Krafteinsatz Kugeln, Rollen... zu formen 

- es lernt, Teile zum Ganzen zu fügen

- es lernt, " Ganzes " durch Herausziehen zu differenzieren

- es lernt, Dinge des Alltags durch genaues Beobachten nachzubilden

 

Malen und Zeichnen

Kinder malen und zeichnen zunächst vollkommen spontan. Sie drücken mit Farben und Formen ihre Gefühle, oft auch ihre Aggressionen und Konflikte aus. In der Beschäftigung kann diese individuelle Bildsprache gefördert werden, so dass die Kinder durch Beobachten und Üben eine immer größere manuelle Geschicklichkeit und technische Fertigkeit entwickeln. Was oft aussieht wie Klecksen, macht Kindern nicht nur Spaß, es fördert auch die Phantasie und Kreativität.

 

Beim Malen lernt das Kind:

- Umgangsweise mit verschiedenen Farbarten (Wasserfarbe, Fingerfarbe, Buntstifte,..)

- verschiedener Papiersorten ( bunt, glatt, saugfähig )

- freies Gestalten mit diesen Mitteln, hierbei wird das Gedächtnis, die Konzentration und und die Ausdauer gefördert.

- das Kind übt je nach Farbmittel in verschiedener Weise seine Feinmotorik

- es entfaltet seine Kreativität

- es erweitert seine Farbkenntnisse und festigt diese

- Das Malen hat auch eine entlastende Funktion und bietet die Möglichkeit des Sich - mitteilen.

 

Basteln, schneiden, falten:

Die motorischen Fähigkeiten werden erweitert. Die Kinder lernen, mit Schere, Klebe und anderen Materialien sinnvoll umzugehen. Sie lernen, eine Aufgabe zu erfüllen, z. B. zu schneiden, verschiedene Werkstoffe und Materialien zu unterscheiden und zu behandeln.

 

Umgang mit dem Bilderbuch

Im Freispiel sollten den Kindern nur Bücher zur Verfügung stehen, die wenigstens mit einer Kleingruppe betrachtet worden ist.

- Das Kind lernt Dargestelltes erkennen, wieder erkennen  (Schulung der Wahrnehmung, Beobachtungsfähigkeit)

- es lernt, einen Zusammenhang zu erfassen

- es übt, bildliche Eindrücke sprachlich wiederzugeben (dies besonders, wenn ein Kind dem anderen " vorliest ")

- es übt die richtige Handhabung eines Buches (richtiges Umblättern von vorn nach hinten)

 

Rollenspiel

- das Kind kann sich identifizieren - Handlungen anderer Nachspielen, sie besser verstehen lernen

- es kann sich in andere einfühlen

- es kann eigene Gefühle ( Angst, Ohnmacht, Eifersucht, Spannungen jeder Art ) und Erlebnisse verarbeiten

- Sprachverhalten wird gefördert

- es kann Begriffe klären, neue hinzulernen

 

Bauen

- das Kind übt die Feinmotorik, Geschicklichkeit und Koordination von Auge und Hand

- es erfährt statische und mathematische Gesetzmäßigkeiten

- es übt die Konzentration und Ausdauer

- es kann seine Kreativität entwickeln

- es macht ästhetische Grunderfahrungen ( Raumaufteilung  )

- im Spiel mit anderen wird die Kooperationsfähigkeit gefördert ( Planung, Material- Gebrauch)

- es übt sich in der Hilfsbereitschaft ( z. B. beim Hochbau )

- sein Selbstbewusstsein wird bei gelungenem Werk gefestigt

- es lernt Misserfolge zu bewältigen, wenn z. B. das Bauwerk vorzeitig einstürzt

 

Ruhe

Auch Ruhezonen im Kindergarten sind für die Kinder besonders wichtig. Sie sind notwendig für die Kinder, um sich auch einmal zeitweise von der Gruppe zurückzuziehen oder sich intensiv mit einer Sache auseinander zusetzen. Kinder sollen sich wohl und geborgen fühlen.

 

Stuhlkreis

Hier werden Rücksichtnahme, Sozialverhalten, Lernfähigkeit und Auffassungsgabe gefördert. Die Kinder lernen neue Fingerspiele, Lieder und andere Spiele, führen Gespräche unter Anleitung, lernen sich gezielt untereinander kennen. Einzelgänger werden in die Gruppe integriert, die Gruppe ist eine Einheit.

 

Rhythmische Erziehung

Einfache Melodien und Rhythmikinstrumente, wie Xylophon, Triangel, Klangstäbe, Holzblocktrommel, Schellenkranz und Rassel sind im Kindergarten gut geeignet, die Kinder an musikalisches Verständnis zu gewöhnen.

- Das Kennen lernen verschiedener Instrumente und Experimente mit diesen

- Das gezielter Einsetzen der Instrumente

- Einsetzen von körpereigenen Instrumenten (Klatschen, Stampfen, Schnipsen usw.)

- Laute unterscheiden können

- Horchen und  Hinhören

- Einklang und Partnerschaft

- Merken von einfachen Liedtexten

- Verständnis für Rhythmik und Takt

- Gehörtes wird in Bewegung umgesetzt

sind die wichtigsten Ziele der Musikerziehung.

 

Sprachliche Bildung

Alltagsintegrierte Förderung und systematische Übung

Ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit ist die sprachliche Bildung, die wir konzeptionell in tägliche Abläufe einflechten. Wir wollen jedem Kind vermitteln, wie es seine Gedanken und Gefühle klar zum Ausdruck bringen kann. Dabei verknüpfen wir die Entwicklung von Sprachkompetenzen mit allen Bildungsbereichen.   

Die Umsetzung erfolgt durch den Einsatz unterschiedlicher Medien, Lieder, Spiele und Aktionen.

Ergänzend werden durchgeführt:

‌• Wahrnehmungsangebote

  • Musik- und Rhythmik Angebote
  • Bewegungsangebote

 

Bildungsdokumentation

Zentrale Aufgabe der Bildungsarbeit ist es die Wissens – und Könnenspotentiale jedes Kindes freizusetzen, zu stabilisieren und zu pflegen.

Als Grundlage der Dokumentation von Bildungsprozessen in unserer Einrichtung nutzen wir:

* Beobachtungsbogen (Gelsenkirchener)

* Basik (Sprache)    

* Portfolio

Mit den regelmäßigen Beobachtungen haben wir die Möglichkeit, die individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten der Kinder zu erkennen und zu fördern. Die Eltern erhalten Einblick bei den durchgeführten Elternsprechtagen.

 

Beobachtungskriterien

* Selbständigkeit

* Konzentration

* Kreativität

* Wahrnehmung

* Beobachtungsfähigkeit

* Selbstwertgefühl

* Sozialverhalten

* Sprache und Motorik

* Motivation

* Sozialverhalten

* Feinmotorik/Grobmotorik

* Äußeres Erscheinungsbild (Körperhaltung/Mimik/Gestik)

 

Geplante Bewegungsangebote

Bewegung ist heutzutage ein wichtiger Ausgleich zu vielen Dingen, die von den Kindern gefordert werden. Durch den körperlichen Einsatz haben die Kinder die Gelegenheit Spannungen abzubauen. Der Gleichgewichtssinn wird gefördert, durch Balancieren, Turnen mit der Bank oder dem Seilchen. Die Muskulatur wird gestärkt, und die Kinder lernen die Grundbewegungsarten kennen. Das Kind lernt seinen eigenen Körper kennen und die Körperhaltung wird verbessert.

Durch Partnerübungen wird das Sozialverhalten gefördert.

Die Selbständigkeit des Kindes wird ebenfalls gefördert, da es lernt, sich alleine an- und auszuziehen.

Bei geplanten Bewegungsangeboten handelt es sich um Gerätearrangements, die im Flur aufgebaut werden und unterschiedliche Themen und Schwerpunkte haben können.

- eine Berg- und Tallandschaft

- einen Klettergarten

- eine Flussüberquerung

- einen Urwald oder einen Dschungel

Typisch für solche Bewegungslandschaften ist, dass Kinder sie mit einer bestimmten Spielidee verbinden und dass sogar Rollenspiele möglich sind. Ähnlich wie in der Natur können sie hier großräumige Bewegungserfahrungen machen.

Der Zusammenhang von Erleben und Bewegen wird hier besonders deutlich.

Bewegungslandschaften laden ein zum Erproben und Üben der Grundbewegungsformen:

- Schaukeln und Schwingen

- Klettern, Hängen und Hangeln

- Steigen, Springen und Balancieren

  Fliegen und Schweben

- Gleiten und Fahren

- zum Erleben von Beschleunigung und Geschwindigkeit

- zum Erleben von Bremskräften, Schwerkraft, Balance

Eine Bewegungslandschaft wird meist mit Großgeräten (Kästen, Matten, evtl. auch Barren oder Turnbänken) gestaltet, die ihrer üblichen Nutzung enthoben werden.

Die Gerätearrangements können mit den Kindern gemeinsam aufgebaut werden, der Vorteil dabei ist, dass sie eigene Ideen mit einbringen können.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bewegungslandschaften sich gut für Bewegungsangebote eignen, weil Kinder mit unterschiedlichem Leistungsniveau teilnehmen. Hier sind alle gleichzeitig aktiv und die Bewegungsintensität ist sehr hoch.

 

Haus der kleinen Forscher (für Kinder zwei Jahre vor der Einschulung)

Beim Forschen und Entdecken sollten Freude, Neugier, und Interesse im Vordergrund stehen. So kann sich über das Interesse ein Verständnis für grundlegende naturwissenschaftliche mathematische oder technische Zusammenhänge entwickeln.

Kinder erleben durch das eigenständige Forschen ein Gefühl von „ich kann das!“ und werden so in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.  

 

Projektwoche

In der Woche vor Karneval findet in unserer Einrichtung zu einem bestimmten Thema z.B.: "1001 Nacht", "Die Welt der Zauberer und Kobolde"  eine Projektwoche statt.

In dieser Woche finden in allen Gruppen an jedem einzelnen Tag bestimmte Aktivitäten satt. In dieser Woche wird Dekor gebastelt, getanzt, gespielt und vieles mehr....

Der Abschluss dieser Woche ist unsere große Karnevalfeier, wo die Kinder sich zu dem Thema verkleiden können.

 

Hauswirtschaftliche Angebote

Das Kind lernt den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und den Gebrauch von verschiedenen Küchengeräten.

Das Kind hat Spaß am Kochen und Backen. Die Selbständigkeit, Rücksichtnahme und Toleranz werden durch gemeinsames Kochen und Backen gefördert.

 

Geburtstage

Jedes Kind bekommt vom Kindergarten ein kleines Geburtstagsgeschenk und bringt für die anderen Kinder etwas zu Essen mit: Kuchen, Würstchen, Nudeln, Brötchen usw. - nur Süßigkeiten sollten bitte nicht mitgebracht werden.

 

Spielplatz

Austoben, Laufen, Spielen - ein natürliches Bedürfnis der Kinder.

Im Sandkasten kann sich ein Kind in der Fülle des Materials ausleben. Durch die Anpassungsfähigkeit des Sandspielmaterials wird die Fein- und Grobmotorik gefördert.

An den Spielgeräten führen die Kinder beim Spiel verschiedene Bewegungsübungen aus. Die Muskeln werden gestärkt und die Gelenke gelockert. Auf dem Spielgelände können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben.

Wenn das Wetter es zulässt, gehen wir auch  mit den Kindern spazieren und schauen uns die Natur und ihre Früchte an.

Die Kinder haben viel Spaß dabei, Blätter, Zweige, Blumen und anderes zu sammeln.

 

Sinneswahrnehmung

Das Kind lernt mit seinem ganzen Körper, mit allen seinen Sinnen. Gerade sinnliche Erfahrungen stellen die Grundlagen kindlichen Handelns dar; sie sind als wesentliche Erkenntnisquellen zur Aufnahme und Verarbeitung von Umwelteindrücken anzusehen.

Den Sinnesorganen entsprechen folgende Wahrnehmungssysteme:

Sehsinn, Hörsinn, Tastsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn und die Bewegungsempfindung.

 

Tagesstätte (45 Std. Kinder)

Die Kinder der Tagesstätte haben den gleichen Kindergartenalltag.

Sie erhalten um kurz nach 12:00Uhr ein warmes Mittagessen welches frisch von unserer Hauswirtschafterin zubereitet wird. Danach so gegen 12:45 Uhr werden die Kinder sich für ca. 1 Stunde ein wenig in einem Schlafraum ausruhen. Ab ca. 14:00 Uhr können die Kinder abgeholt werden.

 

Vorschularbeit in der Kindertageseinrichtung:

Für unsere Kindertageseinrichtung heißt Vorschulerziehung, das einzelne Kind zu beobachten, seinen Entwicklungsstand zu sehen und gezielt zu fördern, wo es nötig ist. Und dem Kind Vertrauen in seine eigene Fähigkeiten zu geben, genügend Selbstbewusstsein, damit es bei Fehlern nicht gleich aufgibt und Mut zur Kreativität.

Vor allem aber bedeutet gelungene Vorschulerziehung: den Kindern Spaß am Lernen und Vorfreude auf die Schule zu vermitteln. Dazu besucht der Kindergarten die Grundschule, dieser Kontakt erleichtert den Kindern den Übergang.

Doch darf man nicht vergessen: der Kindergarten ist keine Zubringereinrichtung für die Schule. Er hat einen eigenständigen Bildungsauftrag – und da geht es um die ganzheitliche Förderung.

Schon deshalb ist der Begriff „Vorschulerziehung“ missverständlich. Im Kindergarten geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit!

Hier gilt wirklich: Vorbereitung nicht nur auf die Schule, sondern auf das Leben!

Bei den Themenbezogenen Exkursionen lernen die Kinder verschiedene Tätigkeiten und Orte kennen:

  • Bäckerei
  • Bücherei
  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Waldschule
  • Durchführung von unterschiedlichen Aktivitäten mit den Vorschulkindern – Arbeitsblätter, Gespräche, Berichte
  • Early English- Fremdsprache spielerisch erlernen

Auch die Verkehrserziehung ist ein wichtiger Bestandteil der Vorschulerziehung. Für die Eltern sollte es wichtig sein zu wissen, nicht so sehr die frühe Förderung der Kinder ist das Wichtigste, sondern die vorhandenen Fähigkeiten der Kinder sollten im Blick behalten werden und darauf vertrauen: Ein altersgemäß entwickeltes Kind, das sich auf die Schule freut, schafft den Übergang zur Schule.

Für uns hier in unserer Einrichtung ist ein Grundsatz besonders wichtig: Spielen ist keine notorische Unterforderung, sondern die Art der Kinder, sich die Welt anzueignen und gleichzeitig Übungsplatz für alle sozialen Kompetenzen.

Die ideale Vorbereitung ist deshalb, so paradox es klingen mag, das freie Spiel!

 

Feste

Auch Weihnachten und Ostern werden bei uns thematisch behandelt. Den Kindern wird anschaulich erzählt, warum wir Weihnachten und Ostern feiern. Die Weihnachtsfeier wird in Form eines weihnachtlichen Anspiels in der Kirche gefeiert. Hier wirken alle Kinder mit, auch die Kleinsten. Die älteren Kinder üben das Anspiel ein.

Karneval wird bei uns ein großes Kostümfest gefeiert, das unter einem Motto abläuft; die Kinder dürfen sich aber ihren Wünschen entsprechend verkleiden.

Ostern kommt bei uns natürlich auch der Osterhase, der fleißig Ostereier für die Kinder versteckt.

 

Elternarbeit

Eltern sind in unserer Einrichtung immer gern gesehen. Die Mitarbeit der Eltern ist sehr wichtig; sie unterstützt unsere pädagogische Arbeit. Möglichkeiten sind: Elternabende, Feste, Basare, Informationsveranstaltungen und auch Großelternnachmittage gehören dazu.

 

Unsere Öffentlichkeitsarbeit:

  • eigene Konzeption
  • Elterngespräche/Elternsprechtage/päd. Elternabende
  • Eltern-Kind-Angebote
  • Hospitationen
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
  • Zusammenarbeit mit den Medien
  • Infobriefe/Aushänge/Plakate
  • Projekte und Feste
  • Stammtische
  • die Aufgabe unserer Einrichtung ist unter anderem, auch Anlaufstelle für Familien mit Problemen zu sein und diese kompetent an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

Erzieherin

Jetzt werden Sie sich fragen, was macht denn eigentlich die Erzieherin in der Gruppe, wenn die Kinder so selbständig spielen?

Ich möchte Ihnen hier nur ein paar Aufgaben der Erzieherinnen nennen:

- Schaffung einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Angenommen seins

- Gestaltung einer entsprechend pädagogisch durchdachten Raumaufteilung

- Eine gute Beobachtung der Kinder um dem einzelnen Kind notwendige und sinnvolle    Hilfestellungen geben zu können.

- Die Wahrung eigener Distanz, da wo sie angemessen ist, um den Kindern Selbstbestimmung und Selbstregulierung zu ermöglichen.

- Das Eingeben neuer Impulse, um das Interesse der Kinder zu erweitern, zu bereichern und aufrechtzuerhalten.

- Das Anbieten alternativer Spiele und damit Lernmöglichkeiten.

- Das Erkennen von möglichen Verhaltensauffälligkeiten und deren gezieltes Angehen.

- Die Persönlichkeit, das Wissen, die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Kinder, erkennen     und diese gezielt fördern

- Den Kindern die Möglichkeit geben, den Erziehungsprozess mitzugestalten und Stellung nehmen zu lernen.

- Mitgestaltung einer lockeren Atmosphäre, das Erkennen der Bedürfnisse, Wünsche und   Probleme der Kinder .

Dem einzelnen Kind wie auch der Gruppe eine sensible Hilfestellung zu gewähren, dort Grenzen setzen, wo das Kind sich und andere im Freiraum blockiert, und dem Kind ermöglichen eigene Ideen zu verwirklichen, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu üben.

Dazu muss sie jedes Kind genau kennen und auf jedes Kind speziell eingehen.

- Bei der Planung von Angeboten berücksichtigen, dass sie dem kindlichen Erleben und Lernen angemessen sind und direkte Erfahrungen mit der Umwelt zulassen.

- Diese Lernangebote in der Gruppe den Kindern individuell anbieten und sie dabei unterstützen und fördern, und vieles mehr… Tag für Tag…

 

 

Zusatz zur Konzeption der DRK Kindertageseinrichtung in Herscheid

für unsere Kleinsten 4 Monate - 3 Jahre

Zwei Ruheräume wurden  an den vorhandenen Gruppenraum angebaut, das bedeutet dass die Schlaf- und Ruhephasen  für die Kleinen individuell nach Rhythmus des Kindes angepasst werden. Jedes Kind braucht nach einer Zeit der Bewegung und des Spieles Erholungsphasen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen was in der Gruppe eingenommen wird, ziehen die Kinder sich in den Ruheraum zurück, um zu schlafen oder sich auszuruhen. Da das Schlafbedürfnis der Kleinen sehr unterschiedlich ist, verteilt sich die Schlafenszeit über den gesamten Tag. Einschlafen bedeutet loslassen, sich fallen lassen können. Bei uns erfahren die Kinder eine liebevolle Zuwendung durch Streicheleinheiten und liebe Worte der Erzieherin. Ein vertrautes Kuscheltier, Schnuller oder Spieluhr erleichtern den Kindern das Einschlafen in gemütlicher Atmosphäre.

Die Bedürfnisse der Kinder und ihre Gewohnheiten werden mit den Eltern ausführlich vorher besprochen.

Auch einer unserer Waschräume wurde  von den Ausstattungsmaßnahmen für diese Altersgruppe umgebaut.

In diesem Waschraum wurde  eine Wickelkommode mit ausziehbarem Treppenaufgang und einem zusätzlichen Waschbecken angebracht. Eine Dusche sowie Kindertoiletten und kleine Waschbecken sind schon vorhanden gewesen.

Die Wickelzeiten sind je nach Bedürfnis individuell. Es gibt keine festen Wickelzeiten.

Jedes Kind hat seinen festen Platz für seine persönlichen Dinge, wie zum Beispiel Windeln, Feuchttücher, Wechselwäsche, Pflegecreme. Die Erzieherin kennzeichnet die persönlichen Dinge mit dem Namen des Kindes. Während des Wickelns hat die Erzieherin die Möglichkeit, sich dem Kleinkind besonders intensiv mit liebvollen Gesten, Worten und Streicheleinheiten zuzuwenden. Für das kleine Kind bedeutet es einen Moment der Ruhe vom übrigen Gruppengeschehen. 

Die pädagogische Arbeit unterscheidet sich deutlich von der „normalen“  Kindergartenarbeit; sie ist familienähnlicher. Es geht zu wie in einer Großfamilie. Die Kinder helfen und regen sich gegenseitig auf vielfältige Weise an und geben sich gegenseitig Hilfestellung. Ein größeres Kind ca. 2,5 Jahre gibt einem kleineren ca. 1,2 Jahre zum Beispiel den Schnuller oder versucht, seine Frühstücksdose zu öffnen. Die unmittelbare Ansprache der Erzieherin ist unumgänglich. Die Erzieherinnen müssen sich immer wieder auf individuelle unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse der Kinder einstellen. Die Kinder spielen auf Grund ihres Alters selten miteinander. Sing- und Fingerspiele sowie auch Bewegungsspiele sind für diese Altersklasse sehr wichtig und nehmen einen regelmäßigen Anteil am Tagesgeschehen ein.